Verfügbar : Gentest zur Hyperkeratose beim Irish Terrier

Zucht & Genetik von Rassehunden, insbesondere auch aber nicht nur von Irish-Terriern/ Breeding & genetics of pure bred dogs, especially of Irish-Terrier but not limited to.
[Moderator: Irene Sommerfeld-Stur]

Verfügbar : Gentest zur Hyperkeratose beim Irish Terrier

Ungelesener Beitragvon Andrea Gasch » Do 6. Mär 2014, 20:32

Am Vorabend des Terriertages von Crufts gibt es eine einschneidende Nachricht bezüglich der Gesundheit unserer Irish Terrier.

Die Zusammenarbeit des Instituts Antagene und der Universität Bern (Prof. Leeb) ist von Erfolg gekrönt, denn ab sofort ist der Gentest zur Hyperkeratose beim Irish Terrier verfügbar.

Das Yearbook 2013 der Irish Terrier Association, das morgen bei Crufts erscheint, enthält folgenden Beitrag:


HYPERKERATOSIS BREAKTHROUGH REPORT
As we all know, the Irish Terrier basically is a sound and healthy breed in spite of its small population and rather narrow genetic pool. The main health issue that we have been dealing with over recent years is Digital Hyperkeratosis (DH) also termed “Corny Feet” (CF).
“It’s always been in the breed”, the breeders used to say in the old days, shrugging their shoulders. But modern researchers being convinced that a disease of genetic origin must not be accepted as fate, ‘a sword of Damocles’, decided to find out the way of inheritance in order to keep the breed healthy and to help to make it even healthier again. The DH-riddle has been solved quite recently by an international consortium led by Prof. Dr. Tosso Leeb (University of Bern, Switzerland).The marker gene has been identified!
The results of the research will be published in 2014 and the genetic test will become available after its evaluation as to reliability and technical feasibility. This will be a wonderful contribution for all health concerned breeders as the test will allow us to find out about the genetic disposition of our breeding stock and especially about potential carriers, those dogs which are so risky in breeding as they do not show any signs of the disease but, if bred to a carrier partner, may produce affected offspring.
Having managed to find the gene marker in the Kromfohrländer breed, Prof. Dr.Tosso Leeb directly went on with his research on the Irish Terrier. He had been given samples of dogs from many years ago (Data produced by PD Dr. Claude Schelling of ETH Zurich) and these were the base for his studies together with samples he had requested from dogs of a Swiss breeder and he was also given samples from dogs in Germany and Switzerland affiliated with her stock (none of these samples came from affected dogs).
In 2008 the French group (Antagene and Rennes University) started on a different background: after working on a similar disease in the Dogue de Bordeaux (French Mastiff) Dr. Anne Thomas was interested in doing the same research for the Irish Terrier breed and attended a show in Lyon with the aim of collecting samples from those Irish Terriers shown at that particular show. There she met the French breeder Frédérique Andersson who immediately agreed collecting samples all over France. Having personal contacts this idea was spread to Germany where Andrea Gasch and Helga Richter-Lönnecke were asked by Antagene to collect samples. It was then extended to Britain where Susan Seabridge spent a tremendous amount of time and energy in collecting samples and biopsies. In Latvia Tatjana Necajeva helped find several affected dogs in her country and in Russia.
We now have to focus on the future and the collaboration between Prof. Dr. Tosso Leeb (University of Bern) and Dr. Anne Thomas (Antagene and Rennes University) will provide Irish Terrier breeders with the means to eventually eradicate this genetic disorder from the breed.

Andrea Gasch
Helga Richter-Lonnecke
Susan Seabridge

by kind permission of Dr. Anne Thomas (Institute Antagene) and Prof. Leeb (Universität Bern)




Informationen zum Gentest finden Sie unter http://www.antagene.com/fr/chien/terrier-irlandais

und unter http://www.youtube.com/watch?v=qOKjZtqGxyw&feature=youtu.be


Andrea Gasch
http://www.irish-terriers.de
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Re: Verfügbar : Gentest zur Hyperkeratose beim Irish Terrier

Ungelesener Beitragvon Birge Vietor » Do 6. Mär 2014, 20:46

Es war doch Prof Leeb, oder?
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Verfügbar : Gentest zur Hyperkeratose beim Irish Terrier

Ungelesener Beitragvon Andrea Gasch » Do 6. Mär 2014, 22:09

Die Zusammenarbeit des Instituts Antagene und der Universität Bern (Prof. Leeb) ist von Erfolg gekrönt, denn ab sofort ist der Gentest zur Hyperkeratose beim Irish Terrier verfügbar.

Für alle, die sich nicht ganz sicher mit dem englischen Text fühlen, hier die deutsche Übersetzung, die bereits Anfang Februar 2014 dem Irish Terrier - Rassebeauftragten des Klub für Terrier mit der Bitte um Veröffentlichung in der Klub-Zeitschrift DER TERRIER und auf der Homepage des Fördervereis Irish Terrier zuging:

Bericht über den Durchbruch in der Hyperkeratoseforschung

Wie wir alle wissen, ist der Irish-Terrier trotz seiner kleinen Population und seines ziemlich engen Genpools im Grunde eine intakte und gesunde Rasse. Das hauptsächliche Gesundheitsproblem, das uns die letzten Jahre beschäftigte, ist die Digitale Hyperkeratose (DH), auch Corny feet(CF) genannt.
„Es ist immer in der Rasse gewesen“ sagten die Züchter in alten Zeiten und zuckten mit den Schultern. Moderne Wissenschaftler aber, überzeugt, dass eine Krankheit genetischen Ursprungs nicht als Schicksal, also als „Damokles-Schwert“ -akzeptiert werden muss, entschlossen sich, den Erbgang herauszufinden, um die Rasse gesund zu erhalten bzw. sie sogar wieder gesunder zu machen.
Das DH-Rätsel wurde nun kürzlich von einer internationalen von Prof.Dr. Tosso Leeb (Universität Bern) geleiteten Forschungsgruppe gelöst.

Der Gen-Marker wurde identifiziert!

Die Ergebnisse der Forschung werden in 2014 veröffentlicht werden und der Gentest wird nach Evaluation hinsichtlich Verlässlichkeit und technischer Machbarkeit zur Verfügung stehen. Dies wird ein wunderbarer Beitrag für alle gesundheitsbewussten Züchter sein, da der Test uns ermöglichen wird, die genetische Disposition unserer Zuchthunde in Erfahrung zu bringen und insbesondere die etwaiger Träger –jener Hunde, die in der Zucht so riskant sind, da sie keine Anzeichen der Krankheit zeigen aber bei Verpaarungen mit einem Träger-Partner kranke Nachkommen bringen können.

Nachdem es ihm gelungen war, den Genmarker bei den Kromfohrländern zu entdecken, fokussierte Prof. Dr. Tosso Leeb seine Forschung auf die Irish Terrier-Rasse. Ihm waren viele Proben von Hunden aus früheren Jahren übergeben worden (Datenmaterial erstellt von PD Dr.Claude Schelling, ETH Zürich). Diese waren die Basis für seine Studien – zusammen mit Proben, die er von einer Schweizer Züchterin erbeten hatte -sowie denen, die ihm von mit dieser züchterisch verbundenen Hunden aus Deutschland und der Schweiz zur Verfügung gestellt wurden (keine der Proben kam von kranken Hunden).

Die französische Forschungsgruppe Antagène und Universität Rennes) begann in 2008 vor ganz anderem Hintergrund: nach ihrer Arbeit an einer vergleichbaren Erkrankung bei der Bordeaux Dogge (Französischer Mastiff) war Dr. Anne Thomas interessiert, nunmehr die Irish Terrier-Rasse zu erforschen und besuchte eine Ausstellung in Lyon mit dem Ziel von den dort ausgestellten Irish Terriern Proben zu sammeln. Dort traf sie die französische Züchterin Frédérique Andersson, die sofort bereit war, in ganz Frankreich Proben zu sammeln.
Aufgrund persönlicher Verbindungen wurde diese Idee nach Deutschland getragen, wo Andrea Gasch und Helga Richter-Lönnecke von Antagène gebeten wurden Proben zu sammeln. Dann wurde sie nach Großbritannien verbreitet, wo Susan Seabridge einen enormen Zeit- und Energieaufwand erbrachte, Proben und Biopsien zu sammeln.
Tatjana Necajeva half in Lettland etliche kranke Hunde aus ihrem Land und aus Russland zu finden.

Wir müssen nun die Zukunft in den Blick nehmen und die Zusammenarbeit von Prof.Dr. Tosso Leeb (Universität Bern) und Dr. Anne Thomas (Antagène/Universität Rennes) wird die Irish Terrier-Züchter mit den Mitteln versehen, letztendlich diese genetische Störung in der Rasse auszulöschen.

Andrea Gasch
Helga Richter-Lönnecke
Susan Seabridge

Mit freundlicher Genehmigung von Prof.Dr. Tosso Leeb und Dr. Anne Thomas


Informationen zum Gentest finden Sie unter http://www.antagene.com/fr/chien/terrier-irlandais

und unter http://www.youtube.com/watch?v=qOKjZtqG ... e=youtu.be


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Re: Verfügbar : Gentest zur Hyperkeratose beim Irish Terrier

Ungelesener Beitragvon Elke Leonhardt » Sa 8. Mär 2014, 10:14

Vielen Dank für das Einstellen der Übersetzung.

Auf der HP der Irish Terrier Association heißt es:

"Health
Irish Terriers are in general extremely healthy with no known routine hereditary problems other than very occasional incidences of palmplantar hyperkeratosis, commonly known as cracked or corny pads. ..."

Das bedeutet für mich, Cystinurie (CU) ist in Großbritannien beim IT praktisch unbekannt.
http://www.irishterrierassociation.co.uk/section692100.html


Andrea Gasch hat geschrieben:Das hauptsächliche Gesundheitsproblem, das uns die letzten Jahre beschäftigte, ist die Digitale Hyperkeratose


Das bedeutet für mich, CU kommt vor, es hat sich nur keiner drum gekümmert.

Weiß jemand mehr und kann das erklären?
Gruß Elke mit
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