Austausch?

Zucht & Genetik von Rassehunden, insbesondere auch aber nicht nur von Irish-Terriern/ Breeding & genetics of pure bred dogs, especially of Irish-Terrier but not limited to.
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Austausch?

Ungelesener Beitragvon Anke Mieth » Fr 21. Mär 2014, 21:21

Mich würde mal interessieren, ob eigentlich zwischen dem Labor von ANTAGENE und Prof. Giger ein Informations-/Erkenntnisaustausch stattfindet.
Ich denke mir, dass mglw. die Erkenntnisse die ANTAGENE im Zuge der Entwicklung des Gentests für CF gewonnen hat, auch für die Entwicklung eines Gentests für CU von Belang sein könnten.
Oder liege ich da komplett daneben?
Beste Grüße,
Anke Mieth und Finca mit Buffy und Dacey im Herzen

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Re: Austausch?

Ungelesener Beitragvon Maren Jurk » Sa 22. Mär 2014, 16:52

Hallo Anke,
zwar denke ich auch, dass sich Forscher untereinander austauschen. Aber weil Antagene den Genmarker für CF nicht gefunden hat, sondern nur die Durchführung des Tests anbietet, was sollen sie beitragen? Abgesehen davon ist es eine kommerzielle Organisation. Da würde ich nicht zu viel an Kooperation erwarten.
Nach wie vor glaube ich, dass Prof. Giger auf dem Gebiet CU die meiste Erfahrung hat. Warum er bei den Irish bisher nicht fündig geworden ist? Würde mich auch interessieren. Es hat sicher auch etwas mit Glück zu tun, so wie bei dem CF Genmarker, der eben mal zufällig der gleiche ist wie bei einer anderen Rasse. Hätte theoretisch bei den Irish mit CU auch klappen können. So haben wir es uns vorgestellt, als ich mich 2006 mit Prof. Giger in Zürich getroffen habe und wir das CU-Programm gestartet haben.
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Re: Austausch?

Ungelesener Beitragvon Dorle Schans » So 30. Mär 2014, 21:06

Hallo liebe IT Freunde,

auch ich schließe mich Maren an - es gibt niemanden, der dermaßen viel Wissen und Erfahrung über die Harnsteinbildung bei Hunden weltweit hat wie Prof Giger. Und er hat ja die Merkergene für mehrere Rassen erfolgreich determiniert.

Was kann er dafür, daß es beim IT methodisch viel schwieriger ist als bei anderen Rassen? Aber wenn einer das Problem löst, dann er.

Wir dürfen nicht vergessen, daß es bereits in den 90-er Jahren vergebliche Versuche gab, in der Hyperkeratoseforschung weiter zu kommen.

Erst jetzt - 20 Jahre weiter !- hat Prof Leeb den Gentest möglich gemacht, den ua Antagene vertreibt. Prof Leeb hat - wie Prof Giger auch - mit EDTA Blut gearbeitet. Wie uns Prof Giger im November dargelegt hat ( ist evt untergegangen in der Breite seines Vortrages) wird die DNA, die für diese Untersuchungen verwendet wird und sich am besten eignet, aus den weißen Blutkörperchen /Leukozyten gewonnen. Die sind unterschiedlich hoch /niedrig konzentriert, im Blut erfaßt man sie. Aber mit den Abstrichen ist die Chance geringer. Mit selbst etwas bluthaltigen Abstrichen findet man eher weniger komplette DNA, ua nur Bruchstücke . Da forscht es sich schlechter. Später, für den Test, reicht das aber aus - das ist ein Unterschied!

Aber nun ist das Ganze ja gelöst und obwohl es für die Rasse hierzulande eher eine historische Bedeutung hat, ist es doch wichtig und verhindert, Risiken zu importieren beim Einsatz von Importhunden, um die genetische Vielfalt zu erhalten.

Ich bin zuversichtlich, daß es Prof Giger auch noch gelingt!

Übrigens - bitte nicht vergessen: die beste Therapie = Kastration von an CU leidenden Rüden, hat er uns ja schon "liefern" können! Und dazu den COLA Test, der eine sichere Prognose ermöglicht. Ich gehe davon aus, daß jeder seriöse Rüdenbesitzer ihn transparent , tierärztlich kontrolliert ermitteln läßt, eine Befundkopie dem Züchter aushändigt und wir verläßlich züchten können.
Es grüßt in alle Richtungen

Dorle Schans

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