Angst nach Attacke

Allgemeines zu Irish-Terriern, insbesondere ihre Erziehung und ihr Verhalten/ All about Irish-Terriers, especially training and behaviour.
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Re: Angst nach Attacke

Ungelesener Beitragvon Maren Jurk » Do 20. Jun 2013, 21:01

Nur meine 5 Cent zur "da muss er durch" Thematik und dem Schreien: ich denke, wer schreit wenn Hunde sich zoffen ist unsouverän und überfordert mit der Situation. Und das sage ich aus eigener Rückblickender Erfahrung, auch ich habe da früher geschrien. Heute nicht mehr, ich kann schnell entscheiden mit welcher Strategie (Stuhl dazwischen, jeder einen Hund an den Hinterläufen packen, Wasser draufkippen o.ä.) ich dazwischen gehe. Aber da braucht es eben ein wenig Übung bzw. Erfahrung, und so oft kommt es ja nun auch nicht vor.

Also die Trainerin war eben nicht die geeignete Person in Sallys Wahrnehmung und hat es deswegen womöglich verschlimmert. Nehmt es einfach so hin, nobody is perfect :?

Die Tipps mit dem Hund härter umzugehen bitte auch ignorieren und unter fehlende Fachkompetenz abhaken, und selbst das beste draus machen wäre mein Rat. Die Trainer in Hundevereinen sind eben auch nur Laien und da darf man nicht zu viel erwarten.
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Re: Angst nach Attacke

Ungelesener Beitragvon Elke Leonhardt » Fr 21. Jun 2013, 09:47

Mein Vorschlag wäre:
sowohl in Eurem Verein weitermachen als auch einen "Personal Hundetrainer" suchen.

Ihr fühlt Euch in dem Verein wohl, aber es läuft mit dem Hund nicht rund (nicht nur auf dem Platz)
Ein guter Trainer geht mit Euch mit, dahin wo es Probleme gibt. Bedeutet, ein guter Trainer würde sich u.A. die Situation auf dem Platz auch ansehen.
Wenn es mit einem bestimmten Hund immer wieder zu "Hund-Diskussionen" kommt, sollte man den Halter bitten, selbst auf Abstand zu achten.
wenn die Schäferhündin auf den Platz kommt (natürlich an der Leine) wird schon immer gewarnt:
"Achtung, da kommt die X, macht all Platz!"
ist m.E. der falsche Weg.

Der Trainer sollte mit Euch auch Körpersprache http://www.wildundhund.de/438,7177/ trainieren können.
Vielleicht wäre auch die "Konditionierte Entspannung" etwas für Euch? http://www.easy-dogs.net/home/blog/training/gastautor/dr_ute_blaschke_berthold/konditionierte_entspannung/entspannung_grundlagen.html

Versucht auch einmal Euch selbst zu filmen. Aus einer anderen Perspektive kann man Situationen oft anders (vllt auch besser) beurteilen.
Gruß Elke mit
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Re: Angst nach Attacke

Ungelesener Beitragvon Irene Schmid » Fr 21. Jun 2013, 16:01

Den Tipp mit den Videoaufnahmen ist sehr gut. Das haben wir auch gemacht, und es ist sehr aussagekräftig, wenn man sich selber sieht, wie man mit dem Hund arbeitet, und welche Körpersprache man dabei hat. Schon allein dadurch wird oft klar, warum der Hund so und nicht anders reagiert.
Unsere Familie war in der Anfangsphase immer im Familienpack auf'm Hundeplatz - einer hat die Stunde gemacht, die anderen drei haben zugeschaut. Das war in meinen Augen auch notwendig, damit alle Familienmitglieder immer (!) an einem Strang ziehen und in gleicher Weise reagieren.
Und noch ein Wort zur Hundeschule: mit unserem Rüden waren wir in unserer Hundeschule immer sehr zufrieden, auch wenn Jamie da oft "der Terrier" war, so nach dem Motto 'die machen eh' ihr eigenes Ding'. Es ist die Hundeschule am Ort, und wir haben alles geglaubt, was man uns über unseren Hund erzählt hat. Oft haben wir uns (das ist uns aber jetzt erst klar) mächtig unter Druck setzten lassen, manchmal blieb leider auch der Spass auf der Strecke...
Als wir dann unsere Hündin bekamen gingen wir wieder in diese HS, merkten aber schnell, dass Pepsi wieder in die 'Terrierschublade' gesteckt wurde. Wir haben uns dann eine weitere HS gesucht, die eigentlich nach dem selben Prinzip arbeitet. Doch da wurden unsere Hunde ganz anders gesehen. Jeder der beiden wurde als eigener Charakter erkannt und dem entsprechend 'gearbeitet' - und oh Wunder, plötzlich funktionierte da, was in der anderen HS nicht oder nur selten gelang. HS fing an wieder Spass zu machen, wir bekamen mehr Selbstvertrauen und natürlich merkten das auch unsere Beiden - es passt einfach!
In die alte HS gehen wir parallel trotzdem noch gelegentlich, einfach weil die Leute da sehr nett und gesellig sind.

Sorry, ist jetzt länger geworden als beabsichtigt, ich wollte eigentlich nur sagen dass ein Wechsel der Hs nicht das Schlechteste sein muss ;-)
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Re: Angst nach Attacke

Ungelesener Beitragvon Susanne Jans » So 23. Jun 2013, 16:03

Hallo alle zusammen,

vielen Dank für all die Anregungen.
Gestern war wieder THS, nur Jugendliche - wie hier im Forum schon vermutet,
ziemlich allein gestellt. In der ersten halben Stunde war wohl der Hund genauso verunsichert
wie letzte Woche. Immer die Person im Auge, die ja mit einem anderen Schäferhund am
Ende des Platzes auch THS übte. Mit der Zeit hat sich dann wohl Sally etwas enspannt und
die "Schreierin" ist jetzt auch feinfühliger geworden und möchte Sally mit Leckerem verwöhnen.
Die Mädels haben sich geeinigt, die Sache langsam anzugehen und auch mal einen gemeinsamen
Spaziergang mit dem neuen Schäferhund zu versuchen. So dass man man Anfang unserer
Sommerferien in 5-6 Wochen mehr sehen kann.

Ja, wir haben auch eine "Personal Trainerin", die bei "Easy Dogs" auch mitmacht.
Konditionierte Entspannung sagt mir schon was.
Wir haben bei ihr das Antijagdtraining (Grundkurs) absolviert und 2 x separate Stunde bzgl.
Hundebegegnungen genommen. Hier verliefen alle Begegnungen super.
Wir könnten Sie auch noch befragen bzgl. der Hundeplatzproblematik.

Auch filmen wurde angeregt. Wäre gut auf dem Hundeplatz zu machen, beim Fixieren etwas
schwierig, man müßte immer zu zweit beim Spaziergang sein.

"An der Beziehung arbeiten" = was können wir denn noch machen?? Außer füttern, abwechslungsreichen
Spaziergängen, möglichst mit anderen Hunden spielen lassen, miteinander spielen, klaren Regeln, schmusen, den Hund überall mitnehmen, wo es geht, lesen von fast allem an Literatur, was hier im Forum angepriesen wurde.
Vielleicht einfach selbst mehr entspannen ( meinte unsere pers. Trainerin - smile) - ab mit mir in den Garten.

Liebe Grüße
Susanne Jans
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Re: Angst nach Attacke

Ungelesener Beitragvon Sabine Haumann » So 23. Jun 2013, 17:17

Hallo Frau Jans,

Susanne Jans hat geschrieben:"An der Beziehung arbeiten" = was können wir denn noch machen??

Dabei geht es wohl weniger darum, was man macht, sondern eher darum, wie man es macht, sprich: um die innere Haltung dabei!
Susanne Jans hat geschrieben:Vielleicht einfach selbst mehr entspannen ( meinte unsere pers. Trainerin - smile) - ab mit mir in den Garten.

So zum Beispiel.... ;)

Entspannte Grüße...
Sabine Haumann
 

Re: Angst nach Attacke

Ungelesener Beitragvon Elke Leonhardt » Mo 24. Jun 2013, 10:59

Auch filmen wurde angeregt. Wäre gut auf dem Hundeplatz zu machen, beim Fixieren etwas
schwierig, man müßte immer zu zweit beim Spaziergang sein.

Genau, man müsste zu zweit sein :D
Ich denke persönlich, es wäre sinnvoll Hund und H-Führer gleichzeitig zu filmen wäre am effektivsten.
Gruß Elke mit
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Re: Angst nach Attacke

Ungelesener Beitragvon Maren Jurk » Mi 26. Jun 2013, 19:42

Ich finde beim fixieren erübrigt sich das weil der Hund dann ja den
Halter ignoriert und sein eigenes Ding durchzieht wenn er in dem
Modus ist.
Klare innere Haltung ist der Schlüssel zu ALLEM!!
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Re: Angst nach Attacke

Ungelesener Beitragvon Christian Tintrup » Do 27. Jun 2013, 09:42

Maren Jurk hat geschrieben:Ich finde beim fixieren erübrigt sich das weil der Hund dann ja den
Halter ignoriert und sein eigenes Ding durchzieht wenn er in dem
Modus ist.

Was erübrigt sich denn beim Fixieren? Das Filmen oder was meinst du?
Wenn unser Ömmes seinem Lieblingsfeind begegnet oder sich wieder mal ein Karnickel ausgesucht hat und im "Modus" ist, ist er trotz allem abrufbar/ansprechbar. Könnte richtig blöd werden wenn man den Hund als Halter nicht mehr kontrollieren kann und er macht was er will.
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Re: Angst nach Attacke

Ungelesener Beitragvon Elke Leonhardt » Do 27. Jun 2013, 11:04

http://irish-terrier.eu/de/forum/viewtopic.php?f=3&t=2338 Fixieren war hier (für spätere Leser)

Was erübrigt sich denn beim Fixieren? Das Filmen oder was meinst du?

Danke, Christian :D
Ich würde es besonders spannend finden, gerade wenn/ weil mich der Hund ignoriert, mein Verhalten vor und während der Situation beurteilen zu können.
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Re: Angst nach Attacke

Ungelesener Beitragvon Christian Tintrup » Do 27. Jun 2013, 17:51

Elke Leonhardt hat geschrieben:Danke, Christian :D

Hä, für was?
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