sehenswert

Allgemeines zu Irish-Terriern, insbesondere ihre Erziehung und ihr Verhalten/ All about Irish-Terriers, especially training and behaviour.
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Ungelesener Beitragvon Irene Sommerfeld-Stur » Di 27. Aug 2013, 19:37

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Wenn etwas einen Irish Terrier übertreffen kann...dann ist es ein zweiter....in jeder Hinsicht......;-))
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Re: sehenswert

Ungelesener Beitragvon Angela Wahner » Di 27. Aug 2013, 21:52

Schön finde ich den Ansatz, daß ein Spaziergang nicht quantitativ, also möglichst lang oder weit gestaltet werden soll, sondern daß dem Hund Zeit zur Erkundung der Umwelt gegeben wird.
Eine Handvoll Trockenfutter ins Zimmer werfen um dem Hund als Beutegeifer gerecht zu werden finde ich etwas mager.

Die soziale Interaktion sollte der wichtigste Punkt im Tagesablauf eines Hundes sein. Schade daß hier zwischen Interaktion Mensch-Hund und Hund-Hund unterschieden wird. Eine Hundebegegnung soll nicht nur aus Spiel bestehen, man wünscht dem Hund sowohl Freund- als auch Feindbegegnungen.
Die Interaktion mit dem Menschen allerdings soll stets harmonisch sein. Das sehe ich nicht so. Von meinen Hunden erwarte ich, daß sie sich meinem Leben anpassen und einpassen. Das läuft nicht immer ohne Reibung. Erst durch die Einpassung ist es möglich, daß sie mich sooft es geht begleiten.

Die Begleitung seines Menschen sollte die Hauptbeschäftigung und -aufgabe eines Hundes sein. Ich kenne kaum einen Moment in dem meine Hunde mehr Freude zeigen, als den Moment wenn ich ihnen gestatte mich ins Büro zu begleiten ... Um dort dann 4 Stunden unterm Schreibtisch zu schlafen.

Gruß, Angela Wahner
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Re: sehenswert

Ungelesener Beitragvon Irene Sommerfeld-Stur » Di 27. Aug 2013, 22:01

Angela Wahner hat geschrieben:Die Begleitung seines Menschen sollte die Hauptbeschäftigung und -aufgabe eines Hundes sein. Ich kenne kaum einen Moment in dem meine Hunde mehr Freude zeigen, als den Moment wenn ich ihnen gestatte mich ins Büro zu begleiten ... Um dort dann 4 Stunden unterm Schreibtisch zu schlafen.


Das Ideal wäre somit der "IDA-Hund" - IDA für "immer dabei". Schön, wenn man sein Leben mit Hunden so gestalten kann.
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Re: sehenswert

Ungelesener Beitragvon Sabine Haumann » Do 29. Aug 2013, 15:28

Sind IT`s nicht automatisch "IDA-Hunde"?? ;)
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Re: sehenswert

Ungelesener Beitragvon Sabine Haumann » Fr 30. Aug 2013, 17:45

Nachdem ich mir das Interview nun in Ruhe angesehen habe, finde ich es punktuell etwas zu dogmatisch.
Passend finde ich den allgemein gehaltenen Vorschlag, den ich sinngemäß so verstanden habe: nicht zu viel und nicht zu wenig und richtet sich damit wohl eher an die Hundehalter, die ihren Hund entweder jahrelang auf dem Sofa oder im eigenen Garten verblöden lassen oder aber umgekehrt dem Hund einen Tagesplan aufdrücken, in dem an Ruhephasen nicht zu denken ist.
Das dies beides nicht gerade sinnvoll ist, sollte mittlerweile m.E. grob zur hundehalterlichen Allgemeinbildung gehören, Informationen darüber gibt es genug.

Viele Aussagen fand ich dagegen einfach nur unsinnig!
Zum einen das, was Angela auch schon erwähnt hat hinsichtlich Trockenfutter streuen, um dem Beutegreifer gerecht zu werden (zumal vorher gesagt wurde, der heutige Hund sei eigentlich kein Beutegreifer mehr, sondern ein Schmarotzer ;) ).
Auch habe ich zumindest bei meinen Hunden noch nicht erlebt, dass einer verblödet wäre, weil er von mir zweimal am Tag sein Futter um Napf kredenzt bekommt.
Joggen mit dem Hund sei auch nicht ok, weil der Hund dann nicht in Ruhe sein / das Revier (geruchlich) erkunden könne: ich jogge mit Cragar nahezu jeden Morgen eine Stunde - unangeleint - und da darf er sich auch ganz in Ruhe mal irgendwo "festriechen", da er sowieso schneller ist als ich und die Distanz ruckzuck wieder aufholt...und das macht ihm auch noch Spaß!
Etwas altertümlich fand ich die Vorstellung, dass Gebrauchshunde ja früher auch nur im Zwinger gelebt hätten und nur kurz für ihren Arbeitseinsatz raugeholt worden seien, ebenso wie die amüsante Aussage, Schlittenhunde würden den Sommer über auch eher nichts tun. Da stellt sich mir die Frage, wie und wann diese Hunde ihre Aufgaben erlernt haben. Sicherlich nicht von selbst dadurch, dass sie einmal im Monat etwas tun dürfen. Da scheint mir Herr Riepe in diesem Bereich doch etwas unkundig.

Die Faustregel von Frau Hense bezüglich Hundekontakten ("pro Tag einen stabilen Kontakt und einen "Fremdkontakt") finde ich als Großstadtbewohnerin etwas absurd und ließ bei mir die Frage aufkommen, wo die beiden denn genau leben (in Warstein und Anröchte - da geht sowas!).
Richtig finde ich allerdings den Hinweis darauf, dass die hiesigen (großstädtischen) Hundeauslaufgebiete für einen normalen Hund nicht wirklich zuträglich sind.

Die Ausführungen zu "Strafen" von Frau Hense waren mir etwas zu pauschal und ihr Hinweis, dass Strafen immer "Nebenwirkungen" haben ist obsolet. Kommt halt drauf an, wer was wie bestraft.
Umgekehrt impliziert sie damit, dass "Nicht-Strafen" keinerlei Nebenwirkungen hätte, was ich für relativ unrealistisch halte...

Aber so sind sie halt, die Experten...

Viele Grüße...
Sabine Haumann
 

Re: sehenswert

Ungelesener Beitragvon Irene Sommerfeld-Stur » Fr 30. Aug 2013, 20:32

Hallo Sabine!

Du hast schon recht, nicht alles was in dem Film gesagt wurde hält kritischem Nachdenken statt.

Ich glaube allerdings, dass der Hinweis, dass Joggen und Radfahren dem Hund zu wenig Zeit zum Schnüffeln lassen sich auf Hunde bezogen hat, die nicht frei laufen. Und auch ein frei laufender Hund könnte in Stress kommen wenn er mit Schnüffeln eigentlich noch nicht fertig ist und sein Mensch in der Ferne verschwindet.

Was ich auch noch überlegt habe - das Spazierengehen hat ja neben dem - sagen wir mal - Unterhaltungswert für den Hund auch noch den Aspekt der Bewegung. Und dait meine ich nicht rennen und toben, sondern ganz einfach die Form der gleichmäßigen Bewegung, die Herz und Kreislauf anregt, Gelenke schmiert und alle Organe mit Sauerstoff versorgt (und auf der epigenetischen Ebene die Telomerase aktivieren soll). Das kam gar nicht heraus.

Dass das Streuen von Futterbrocken nicht unbedingt dem Beutegreifer (der ja der Hund, wie Du sagst theoretisch auch gar nicht mehr sein sollte - viele sind es trotzdem) entgegenkommt ist schon auch klar - das sind eher Beschäftigungsspiele, die Spaß machen - denn wenn Futter am Ende einer Aktion steht, ist das für fast jeden Hund toll.

Über die mindestens ein Fremd- und ein Bekanntkontakte habe ich auch ein wenig geschmunzelt, das kann ich z.B. unseren Hunden einfach nicht im Alltag bieten, denn hier gibt es keine fremden Hunde. Was durchaus auch seine Vorteile hat..:-)

Was mir insgesamt an dem Film ganz gut gefallen hat, war das, was Du auch erwähnt hast, dass eben zu viel Beschäftigung dem Hund nicht entspricht und dass der Hund sehr viel mehr Ruhephasen braucht als der Mensch. Ob es dazu tatsächlich ausreichend Information gibt weiß ich nicht - ich habe eher den Eindruck dass der aktuelle Trend dazu geht, das Hunde viel und intensiv beschäftigt werden sollten. Und dazu gibt es ja auch jede Menge Angebote und Möglichkeiten.

Es gibt aus der Reihe übrigens auch noch einen weiteren Film in dem es um Stress geht: http://www.nrwision.de/programm/sendungen/ansehen/riepes-hundetalk-thema-hunde-und-stress.html

Viele Grüße

Irene
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Re: sehenswert

Ungelesener Beitragvon Sabine Haumann » Sa 31. Aug 2013, 09:36

Hallo Irene,

Irene Sommerfeld-Stur hat geschrieben:Und auch ein frei laufender Hund könnte in Stress kommen wenn er mit Schnüffeln eigentlich noch nicht fertig ist und sein Mensch in der Ferne verschwindet.

Dagegen habe ich einen ganz perfiden Trick: entweder mal kurz auf den Hund warten oder auch mal ein Stück zurück laufen und ihn fragen, wann ungefähr er mit der "Riech-Arie" fertig ist! ;) Von Cragar kriege ich darauf in der Regel auch eine Antwort (entweder: "Gleich!" oder "Ach ja, wir wollten ja laufen!")
Heißt: ich hetze morgens nicht mit Marathon-Ehrgeiz durch den Wald und davon ab gibt es pro Tag noch zwei "normale" Spaziergänge.

Irene Sommerfeld-Stur hat geschrieben:- ich habe eher den Eindruck dass der aktuelle Trend dazu geht, das Hunde viel und intensiv beschäftigt werden sollten. Und dazu gibt es ja auch jede Menge Angebote und Möglichkeiten.

Das ist wohl Zeitgeist und den meisten Hunden geht es da wohl nicht besser, als so manch einem Kind... :roll:
Für mich ist da eher interessant, was da zusätzlich noch hintersteckt und dabei komme ich oftmals zu dem Ergebnis, dass viele Halter ihren Hund nicht wirklich wahrnehmen.
Insofern würde ich auch dem Satz von Fr. Hense nicht zustimmen, wenn sie sagt: "Leistung ist nicht hundgerecht."
Je nach Individuum (Rasse, Alter, Gesundheitszustand etc.) kann man einem Hund durchaus "Leistung" abverlangen (wobei zu klären wäre, was genau darunter zu verstehen ist!!), kritischer sehe ich hier eher (übertriebenen) menschlichen Ehrgeiz und / oder wenn über den Hund damit eigene Defizite (im weitläufigsten Sinne) kompensiert werden.
Viele Halter sehen einfach nicht, wenn ihr Hund überfordert ist und dann wird es heikel. Bei Unterforderung ist es allerdings ähnlich!

Viele Grüße, auch von Cragar, der heute nicht Joggen war, weil er jetzt gleich 2 Stunden hintereinander in Kursen "mitarbeitet" und das anstrengend sein kann... ;)
Sabine Haumann
 

Re: sehenswert

Ungelesener Beitragvon Irene Sommerfeld-Stur » Sa 31. Aug 2013, 20:26

Hallo Sabine!

Ich denke das, worauf sich die Aussage in dem Film bezogen hat, waren die Hunde, die an der Leine neben Fahrrad oder Jogger einfach herlaufen. Das ist zwar als körperliches Training ok, aber das "Zeitungslesen", das die Hunde gerne machen, geht eben nicht.

Ivy neigt ja zunehmend auch zum Hintennachtrödeln und da muss ich auch immer wieder mal stehenbleiben und nachfragen, wann Madame denn endlich kommt. Die Antworten sind ähnlich wie Du sie von Cragar beschreibst. Und wenn ich nicht aufpasse und es ist ein großes Maisfeld am Weg dann passiert es auch schon mal, dass Ivy dorthinein abtaucht und dann erst nach einem Viertelstündchen mit Unschuldsmine und Sprechblase "Iiis was???" wieder auftaucht. Maisfelder müssen Duftparadiese sein...:-)

Was ich übrigens ganz interessant fand war die Aussage zu den unterschiedlichen Streckenführungen bei grundsätzlich gleichem Revier. Das es Hunde also durchaus schätzen im eigenen Revier zu bleiben, das aber nicht immer auf der gleichen Runde durchstreifen wollen. Im Grunde eigentlich auch klar, auch als Mensch gehe ich lieber immer wieder mal anders. Allerdings kann ich bei meinen Hunden diesbezüglich keinen Unterschied erkennen. Sie sind mit Begeisterung dabei, ob wir zweimal täglich die selbe Strecke gehen oder immer wo anders scheint ihnen ziemlich egal zu sein.

Was sicher in Bezug auf die Auslastung von Hunden ein Problem ist, das ist das Erkennen von Stress beim eigenen Hund. Hunde zeigen Stress ja oft auf auf recht diskrete Art an. Und da muss man schon für den eigenen Hund auf diese Symptome sensibilisiert sein, um dann allenfalls auch im richtigen Augenblick Schluss zu machen. Und die Anzeichen von Unterforderung sind wohl auch nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Nicht jeder Hund zerlegt gleich die Wohungseinrichtung wenn er unterfordert ist.

Viele Grüße

Irene
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