Spritze 1/2 jahrlich wie Kastration????

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Spritze 1/2 jahrlich wie Kastration????

Ungelesener Beitragvon Judith Roenpage » Mi 21. Jan 2015, 19:26

Liebe Forumsmitglieder,
etwas ratlos, um nicht zu sagen verzweifelt, möchte ich etwas fragen:
Anton ist im Umgang mit anderen Rüden aggressiv - darauf haben wir uns eingestellt.
Da er nicht allein bleibt, haben wir Hundesitter gesucht, was natürlich auch immer in die Hose ging, wenn Rüdenh da waren.
Jetzt schienen wir jemanden gefunden zu haben - zwei Hündinnen leben dort im Haushalt.
Was macht Anton???? Er markiert das ganze Haus und wieder eine Absage!!!!
Bei dem Gespräch erfuhren wir dann, dass man einen Rüden 1/2 jährlich spritzen lassen kann, um genau diese Dinge zu unterbinden. Kein Markieren mehr, kein aggressives Verhalten anderen Rüden gegenüber mehr, keine ewige Schnüffeleien wegen einer läufigen Hündin......
Wer har damit Erfahrung? Ehrliche Antworten bitte!!!!!
Wir haben auch schon über Kastration nachgedacht, nur wollen wir ihm das eigentlich ersparen.....
Ratlose Grüsse
Freundliche Grü0e
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Re: Spritze 1/2 jahrlich wie Kastration????

Ungelesener Beitragvon Tanja Froehlich » Mi 21. Jan 2015, 21:42

Hallo Frau Rönpage,

Was soll den das für eine "Spritze" sein?

Für Hündinnen würde ich die ablehnen, da man fast die Uhr nach stellen kann, daß es eine Gebärmuttervereiterung gibt.

Alternative wäre da eher der "Superlion" (wahrscheinlich falsch geschrieben.. :roll: ) Chip, aka Kastrationschip für Rüden.
Damit wäre er reversiebel erstmal "kastriert" und Sie können schauen, ob sich das überhaupt positiv auf sein Verhalten auswirkt.
Je, nach Hundegröße, lässt die Wirkung nach 6-8 Monaten nach.

Wenn man das aber so liest, seine Rüden- Aggression (und Pinkelei) wirklich auf das Unkastriert-sein zurückzuführen ist, würde ich schon über eine Kastration nachdenken.

Wobei man auch das Alleinebleiben gut üben kann. ;)

Grüße
Tanja Fröhlich
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Re: Spritze 1/2 jahrlich wie Kastration????

Ungelesener Beitragvon Birge Vietor » Mi 21. Jan 2015, 22:18

Hallo,
ich glaube nicht, dass man ein hormonell/erzieherisches Problem über ein Forum lösen kann.
Viele Grüße
Birge Vietor
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Re: Spritze 1/2 jahrlich wie Kastration????

Ungelesener Beitragvon Angela Wahner » Do 22. Jan 2015, 22:34

Das Problem im Forum lösen wird sicherlich nicht gehen. Wenn man aber davon ausgeht, daß an der Erziehungsschraube nicht mehr gedreht werden kann, dann könnte eine Kastration durchaus Erleichterung für Mensch und Hund bedeuten. Sich immer wieder aufregen zu müssen, ob wegen anderen Rüden oder Hündinnen, ist auch für Anton kein Zustand.

Mit der halbjährlichen Spritze ist sicher der Chip gemeint, der ja mit Spritze gesetzt wird. Wie Tanja schon sagte bietet er eine gute Möglichkeit den Einfluss einer Kastration zu beobachten.
Bei gutem Erfolg würde ich dann aber schnell auf endgültige Kastration gehen, denn ich denke das Auf und Ab durch diverse Chips oder Spritzen belastet den Hund mehr.

Gruß, Angela Wahner
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Re: Spritze 1/2 jahrlich wie Kastration????

Ungelesener Beitragvon Judith Roenpage » Fr 23. Jan 2015, 08:30

Liebe Frau Fröhlich, liebe Frau Wahner,
ich wollte das Problem hier nicht lösen lassen - hätte gern Erfahrungsberichte gehabt, Meinungen bekommen, so wie von Ihnen. Vielen Dank dafür!
Der Chip ist gemeint - den wir aber nicht setzen lassen, da die Wirkung höchstens ein halbes Jahr anhält und dann beginnt alles von vorn. Wir haben uns auf Anton eingestellt - ein erzieherisches Problem sehen wir nicht und haben wir nicht. Es ging la letztlich nur darum, Anton Stundenweise außer Haus betreuen zu lassen. Das kommt höchst selten vor, da sonst unsere Tochter für Anton da ist.
Also lassen wir alles beim Alten, verzichten auf chemische Substanzen oder operative Eingriffe, zumal er auch schon 8 Jahre alt wird und wir ihm das alles nicht zumuten möchten.

Unbequemen Menschen, die zudem frech, vorlaut und unverschämt sind, entfernt man ja auch nicht einfach irgendetwas :p Vielen Dank an Sie beide
Freundliche Grü0e
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Re: Spritze 1/2 jahrlich wie Kastration????

Ungelesener Beitragvon Angela Wahner » Fr 23. Jan 2015, 10:13

Ach, 8 Jahre ist doch kein Alter!

Unser Cedric ist 13 und der musste im letzten halben Jahr 4x in Narkose gelegt werden, was er bestens überstanden hat.

Im Frühjahr letzten Jahres bekam er den Chip gesetzt aufgrund vergrösserter Prostata. Cedric war immer ein sehr "männlicher" Hund, sehr bestimmend anderen intakten Rüden gegenüber, aber niemals unklar oder aufbrausend, sondern von mir gut zu führen weshalb es auch kein Problem im Zusammenleben darstellte. Zu Hündinnen und Kastraten war er immer Gentleman. Nach dem Setzen des Chip gingen wie erhofft die Prostatabeschwerden zurück und als positiver Nebeneffekt hat sich bei ihm eine gewisse "Altersmilde" eingestellt. Es entspannt ihn sichtlich sich nicht weiterhin gegenüber der männlichen Konkurrenz darstellen zu müssen.

Davon ausgehend, daß Sie in Ihrem ersten Beitrag schreiben, daß sie ralos und verzweifelt sind wäre also ein Test mit dem Chip nicht abzuweisen. Zumal Sie davon ausgehen, daß kein erzieherisches Problem vorliegt könnte etwas weniger Testosteron Anton vielleicht gut tun.

Gruß, Angela Wahner
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Re: Spritze 1/2 jahrlich wie Kastration????

Ungelesener Beitragvon Judith Roenpage » Fr 23. Jan 2015, 11:49

Heute Abend telefoniere ich deswegen mit Andrea Gasch, die sich schon Tipps und Infos eingeholt hat.
Sie haben sicher Recht mit dem, was sie schreiben - hört sich Überlegenswert an. Danke!!!!!
Freundliche Grü0e
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Re: Spritze 1/2 jahrlich wie Kastration????

Ungelesener Beitragvon Tanja Froehlich » Fr 23. Jan 2015, 13:35

Kann Angela nur zustimmen.

Den Chip kann man recht problemlos "ausprobieren". Calle hatte den Chip 2x bevor er dann doch ganz kastriert wurde.

Kastration ist kein Alheilmittel, aber auch keine Hirn-OP. Der Character bleibt erhalten, lediglich das rein-sexual-Orientiere Verhalten wird runtergefahren.

Folgendes würde ich noch bedenken. Ein intakter Rüde, der nie decken darf, (kann oder soll), hat auch wenig Ventil um "überschüssige Energien" loszuwerden. Andere Beschwerden (Prostata , bspw.) können auftreten.

Ein kastrierter Rüde ist immernoch "Mann", ;) er kann sogar decken- ohne Folgen. Was ihm öfters eine Möglichkeit einräumen könnte. Somit kann er fast ein natürlicheres sexuelles Leben führen, als ein unkastrierter Rüde.
Allerdings, steht er nicht die ganze Läufigkeit der Hündinnen unter Strom, er deckt dann, wenns sich lohnt und die Hündin ihr ok gibt....... :P

Hat also alles auch Vorteile.

Die OP selber ist auch bei Rüden nicht so der große Aufwand, da man nicht in die Bauchhöhle gehen muss.

Denken Sie drüber nach. Unsere Rüden waren bisher immer kastriert und glücklich.

Grüße
Tanja Fröhlich
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Re: Spritze 1/2 jahrlich wie Kastration????

Ungelesener Beitragvon Wilfried Kaminski » Fr 23. Jan 2015, 16:10

Judith Roenpage hat geschrieben:Jetzt schienen wir jemanden gefunden zu haben - zwei Hündinnen leben dort im Haushalt.
Was macht Anton???? Er markiert das ganze Haus und wieder eine Absage!!!!


Hallo Frau Roenpage,
das gezeigte Verhalten scheint mir bei einem dominanten Rüden vielleicht nicht ganz übrerraschend? Aber davon abgesehen ist Kastration nur eine Seite der Medaille und wird ein Dominanzproblem - sofern vorhanden - mit Sicherheit nicht lösen.
Aber gut. Ich finde es mutig das Sie das Problem hier so offen thematisieren. Viel Erfolg!
Gruß
Wilfried Kaminski
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Re: Spritze 1/2 jahrlich wie Kastration????

Ungelesener Beitragvon Judith Roenpage » Sa 24. Jan 2015, 19:29

Hallo Herr Kaminski,
ja, ich denke auch, dass das Thematisieren eines sicherlich nicht selten vorhandenen Problems nicht falsch sein kann. Ich wollte keine Lösung, lediglich Meinungen, Erfahrungen, Ratschläge.
Anton ist ein dominanter Rüde - das war er von klein auf an. Zumindest was das Verhalten anderen Rüden gegenüber betrifft und auch sein Verhalten jetzt ganz klar zeigt.
Und es ist sicher auch nicht ungewöhnlich, wie mir jetzt auch andere Züchter mitgeteilt haben.
Ansonsten lege ich doch Wert darauf, hier einmal ganz klar zu sagen, was Anton für ein lieber, toleranter und leicht führbarer Hund in unserem Hause ist. Unserem , nun schon fast 3- jährigem Enkel, ist er ein liebevoller Spielkamerad mit dem er sogar sein Lieblingsspielzeug teilt. Die Zwei sind ein Dream Team :D
Ich denke, wir werden Anton so lassen, wie er ist und nach anderen Möglichkeiten suchen, ihn dann und wann mal anderweitig betreuen zu lassen. Nun sind wir schon fast 8 Jahre mit ihm glücklich & zufrieden, mit genau diesem Anton, und werden es noch viele Jahre sein. Auf jeden Fall haben wir uns gegen eine Kastration entschieden.
Freundliche Grü0e
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